SCHNORCHELN
Tauchen Sie ein in die zauberhafte Welt der Adria an der Riviera Crikvenica, werfen Sie einen Blick unter die Meeresoberfläche und entdecken Sie den Reichtum dieser faszinierenden Unterwasserwelt!
Unsere abwechslungsreiche Küste birgt traumhafte Schnorchelplätze und jeder für sich lässt die Schönheit der Natur und des kristallklaren Meeres auf einzigartige Weise erleben. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Meeresbewohner, der faszinierenden Unterwasserlandschaft und den perfekten Bedingungen für ein unbeschwertes Schnorchelerlebnis begeistern. Willkommen in der Welt der Meeresabenteuer an der Riviera Crikvenica!
Schnorchelplätze:
Strand Kačjak
Der Strand Kačjak liegt unweit der kleinen gleichnamigen Halbinsel, deren üppiges Grün im Sommer angenehmen Schatten spendet. Historische Quellen belegen, dass einst die römische Hauptstraße nach Dalmatien an Dramalj vorbeiführte. Eine der Stationen für Rast, Erfrischung und eine sichere Übernachtung war Ad Turres – das heutige, entlang der Küste nur etwa 3 km entfernte Crikvenica. Da die damaligen römischen Karten die Landschaft jedoch nicht wirklichkeitsgetreu darstellten, ist es durchaus möglich, dass die schmale Halbinsel, die auf der Tabula Peutingeriana aus dem 4. Jahrhundert als sicherer Ankerplatz nahe dieser Raststation verzeichnet ist, tatsächlich die Halbinsel Kačjak war. Noch heute sind am Kiesstrand große steinerne Poller aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie zu sehen. Diese zeugen davon, dass die Bucht seit jeher ein sicherer Hafen war. Ältere Einheimische nennen diesen Strand ganz einfach „Luka“, was „Hafen“ bedeutet.
Korallen im Flachwasser
Der Schnorchelplatz liegt ganz nahe am Strand, wo schroffe Felsen aufragen, die mit mediterraner Macchia bewachsen sind. Starten Sie Ihre Tour bei dem großen Felsen, der aus dem Meer ragt, denn im Flachwasser wimmelt es von kleinen, bunten Fischen. Folgen Sie dann einfach der Küstenlinie. Wenn Sie die Felsen entlang der Küste erkunden, werden Sie feststellen, dass das Wasser stellenweise deutlich kälter ist: Versuchen Sie, seine Quelle zu finden! Auf einer Strecke von etwa hundert Metern entspringen zwei Süßwasserquellen aus den Felsen unter der Meeresoberfläche im seichten Wasser. Neben der eher kühlen Strömung erkennen Sie die Quellen auch an den farbenreichen Felsflächen mit dunkelroten Farbtönen sowie an den intensiv gefärbten Schwämmen und Algen.
Die kleine Höhle direkt am Fuße der Felsen ist besonders interessant, denn sie ist bereits in einem Meter Tiefe von einer Kolonie gelber Korallen besiedelt. Diese Korallen sehen aus wie winzige Blüten von wunderschöner goldgelber Farbe und leben üblicherweise in schattigen Bereichen und an Höhleneingängen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass einige wie Knospen geschlossen sind, vermutlich weil sie etwas gefangen haben. Interessanterweise sind Korallen fleischfressende Meerestiere, die sich von Zooplankton ernähren, das sie mit ihren Tentakeln fangen. Die umliegenden Wände sind von einer Koralligen-Gemeinschaft in verschiedenen Rot-, Rosa- und Orangegrüntönen bewohnt. Algen wachsen hier wie Flechten im Wald und ähneln kleinen Rosen. In einer Vertiefung befindet sich ein fast schwarzer Feigenschwamm, der die Form länglicher Finger hat. Daneben liegt eine kleine Sandfläche, in der sich manchmal Sepien verstecken.

Ein Nest im Meer
Für Schnorchler mit mehr Erfahrung und Kondition liegen direkt unter der Höhle in 5 m Tiefe größere Steine im Sand verstreut. Auf diesen bauen gerne Augenfleck-Lippfische ihre Nester. Hier gibt es mehrere davon: Sie ähneln Vogelnestern, sind jedoch aus Algen geflochten.
Während der Laichzeit widmet sich das Männchen ganz dem Bau des Nestes, indem es Algenstücke im Maul herbeiträgt und diese miteinander verwebt. Es ist faszinierend, ihm dabei zuzusehen, denn er ist ein unermüdlicher Arbeiter. Es handelt sich dabei um einen kleinen Fisch, nur etwa zehn Zentimeter lang, der an seiner grünlichen Färbung und dem rot-türkis umrandeten Fleck auf dem Kiemendeckel zu erkennen ist. Am Ansatz der Schwanzflosse befindet sich außerdem ein schwarzer Punkt. Die Weibchen sind bräunlich gefärbt und schießen ständig auf das Nest zu, als würden sie das Männchen necken wollen oder vielleicht die Stabilität des Nestgeflechtes testen. Später kümmert sich das Männchen auch um den Nachwuchs und verteidigt sein Zuhause energisch gegen Fressfeinde.
Hier am Meeresgrund kann man einen weiteren fleißigen Fisch beobachten: den Grauen Lippfisch. Er baut sein Nest im Sand aus Algenstücken und kleinen Muschelschalen. Der Graue Lippfisch ist heller gefärbt, hat einen dunkleren Fleck am Ansatz der Schwanzflosse und auffallend grüne Augen.
Ein ungewöhnlicher Schwimmer
An diesem Ort können Sie auch eine sehr interessante Art von Stachelhäutern entdecken – den Mittelmeer-Haarstern. Seinen Namen verdankt er seinen dünnen, zarten Armen, die mit Fiederpaaren besetzt sind. An der Unterseite seines winzigen Körpers befinden sich Cirren, mit denen er sich am Meeresgrund festhält. Wird er gestört oder sanft berührt, rollt er seine feinen Arme ein und kann manchmal sogar fliehen. Erstaunlich ist, dass er laufen, kriechen und sogar schwimmen kann, indem er seine Arme auf und ab bewegt. Der Mittelmeer-Haarstern ernährt sich von Plankton und besitzt eine bemerkenswerte Regenerationsfähigkeit.
Wenn Sie diesen Schnorchelplatz entlang der Küste weiter erkunden, stoßen Sie auf große Felsen, die mit Algen und Seeanemonen bewachsen sind. Hier verstecken sich verschiedene Arten von Schleimfischen und Grundeln sowie Schnauzen-Lippfisch, fünffleckiger Lippfisch und der Meerjunker, den Sie an seinem leuchtend grünen und orangefarbenen Längsstreifen erkennen.
Herzseeigel
Im Sand können Sie auch die leeren Schalen des interessanten Herzseeigels (Echinocardium cordatum) entdecken, der seinen Namen seiner herzförmigen Gestalt verdankt. Seine Schale ist dicht mit kurzen, haarähnlichen Stacheln in gräulichen, gelblichen oder violetten Farben bedeckt, mit denen er sich eingegraben im Sand fortbewegt. Seine Aktivität, die von Wissenschaftlern als Bioturbation bezeichnet wird, trägt wesentlich zur Durchmischung des Sediments bei. Dadurch werden die Meerwasserzirkulation im Sediment und das Recycling organischer Stoffe gefördert, was wiederum zu einer größeren Artenvielfalt am Meeresboden beiträgt. Berühren Sie ruhig seine leere Schale! Es ist besonders faszinierend, sie aus der Nähe zu betrachten. Ältere Schalen verlieren ihre Stacheln und dann wird auf ihnen ein blütenähnliches Muster sichtbar – wirklich erstaunlich!

Für Abenteuerlustige
Für Wrackliebhaber gibt es in unmittelbarer Nähe eine echte Entdeckung zu machen! In etwa neun Metern Tiefe, gegenüber dem zentralen Teil des Kiesstrandes Kačjak, liegt der Schornstein eines bislang unbekannten Dampfschiffs. Bewacht wird er von einem großen Schwarm Mönchsfische. Wenn Sie bis zum Grund hinuntertauchen können, entdecken Sie vielleicht noch weitere faszinierende Bewohner dieses alten Hafens.
Nordspitze der Bucht Slanica
Der Schnorchelplatz befindet sich an der Nordspitze der Slanica-Bucht, knapp zwei Seemeilen vom Ufer in Selce entfernt. Wenn Sie von Selce aus in See stechen, gelangen Sie gewissermaßen in ein Museum unter freiem Himmel.
Eine Reise in die Vergangenheit
Nur wenige wissen, dass die Uferpromenade von Selce mit ägyptischem Kalkstein aus Alexandria erbaut wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebten Seefahrt und Handel in Selce eine Blütezeit. Viele Familien besaßen große Segelschiffe aus Holz, die auf weite Reisen gingen. Um nicht leer über das Mittelmeer mit seinen oft hohen Wellen zurückzukehren und um die Stabilität dieser leichten Schiffe zu erhöhen, nahmen sie Steinblöcke als Ballast an Bord, die beim Bau des Suezkanals übrig geblieben waren. Aus diesen Steinen wurden die Promenade und die Anlegestelle in Selce errichtet.
Dieser Hafen wurde erstmals im 17. Jahrhundert auf einer Karte von Vincenzo Coronelli als Selsa verzeichnet. Doch sicher war er schon lange zuvor den Liburnern, einem erfahrenen Seefahrervolk, bekannt, denn dieser Ort bot seit jeher Schutz vor den Winden Bora und Jugo, die im Vinodol-Kanal mitunter stürmisch wehen können. Beim Verlassen des Hafens fällt ein hoher Beobachtungsturm mit Leiter auf einer kleinen Felseninsel ins Auge – eine Tunera. Sie erinnert an die lange Tradition des Thunfischfangs, der vom Ufer aus mit Küstennetzen betrieben wurde.
Anschließend folgt die Bucht Slana, deren Name (er bedeutet „salzig“ auf Kroatisch) an die Salzgewinnung erinnert, die hier vermutlich schon im Mittelalter betrieben wurde.
Dahinter erstreckt sich eine üppig grüne Landschaft, die einst von Olivenbäumen und Weinreben geprägt war, bis nach Novi Vinodolski.
Auf dem Weg zum Schnorchelplatz passieren Sie mehrere malerische Buchten mit naturbelassenen Kiesstränden. Die Bucht Jasenova, leicht erkennbar an den Steinpollern aus der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, diente einst als sicherer Ankerplatz für große Schiffe. Die nächste Bucht ist Slanica, neben der sich die Klippen des Kaps Takal erheben, auf denen seit rund hundert Jahren ein Leuchtturm thront. Der Schnorchelplatz befindet sich an der gegenüberliegenden, tiefer gelegenen Landzunge, neben der ein kleiner Strand liegt.
Von Korallen umgebene Wasserquellen
Dieses versteckte Juwel lässt sich am besten von dem kleinen Strand Borinj auf der anderen Seite der Landzunge erkunden. Der flache Bereich ist mit glatten Kieselsteinen bedeckt, die allmählich größer werden. Nähert man sich den Felsen, entdeckt man wunderschöne Exemplare des leuchtend gelben Goldschwamms, dessen senkrechte Röhren wie Finger aussehen. Schwämme sind Tiere, die das Wasser bei der Nahrungssuche filtern und so unser Meer reinigen.
Sie werden feststellen, dass die Felsen nahe der Meeresoberfläche wie kleine Dächer gebogen sind. Betrachten Sie die Wände genau, denn in den schattigen Bereichen bergen sie kleine Höhlen und Spalten, die mit gelben Krustenanemonen bewachsen sind, die wie kleine Blüten aussehen. Aufgrund des steilen umliegenden Geländes gibt es in jeder Schlucht periodische Wasserflüsse, die durch unterirdische Gänge im Meer herausquellen. An dieser Landzunge wirkt es wie ein Springbrunnen, denn das kühlere Wasser aus den Spalten ist deutlich spürbar. Dadurch erhalten die Unterwasserwände ihre farbenfrohe Vielfalt.
Wenn Sie weiterschwimmen, erreichen Sie eine kleine Höhle, deren Rand mit dieser Korallenart, aber auch mit leuchtend roten und orangen Schwämmen geschmückt ist.
Danach entdecken Sie Höhlen in violett-rosa Farbtönen. Werfen Sie ruhig einen etwas tieferen Blick hinein, denn Ihre Augen brauchen ein paar Sekunden, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Dann werden Sie feststellen, dass die Algen dort wie Rosenblätter und besonders schön aussehen. Dabei handelt es sich um verkalkte Rotalgen.
Etwas weiter erwartet Sie ein besonderes Erlebnis: eine halb offene Höhle, in die Sie ein Stück hineinschwimmen und etwas Schutz suchen können. Ihr sandiger Grund erstreckt sich landeinwärts noch tiefer. Die Wände sind mit Schwämmen in ungewöhnlichen Farben bedeckt, und die schattigen Bereiche am Eingang sind fast bis zur Wasseroberfläche von gelben Seeanemonen geschmückt. Es ist faszinierend, sich vorzustellen, dass eine solche Höhle vielleicht das Zuhause prähistorischer Menschen gewesen ist – was durchaus sein kann!
Das kleine Dach setzt sich nach vorne fort, und eine Kolonie gelber und orangefarbener Korallen verziert die Wände wie ein Kunstwerk. Beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass einige Polypen geschlossen sind, vermutlich weil sie etwas gefangen haben. Korallen sind fleischfressende Meerestiere, die ihre Beute mit ihren Tentakeln fangen und mit einem Gift aus ihren Nesselzellen töten. Berühren Sie die Korallen bitte nicht, aber Sie können Ihre Hand vor die „Blüten“ halten oder wedeln – sie schließen sich sofort.
Wenn Sie weiterschwimmen, finden Sie eine weitere kleine Höhle.
Lebendige Unterwasserwelt
Vor der Landzunge wimmelt es auf dem flachen Meeresboden von Leben. Überall sind Schwärme von Mönchsfischen zu sehen, die man leicht an ihrer schwarzen Farbe erkennt. Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass sie den Fischen von den Korallenriffen ähneln. Tatsächlich sind Mönchsfische ihre einzigen Verwandten in der Adria. Interessant ist, dass Männchen die abgelegten Eier bewachen und das Nest bereiten, indem sie mit ihren Flossen fächeln. Junge Mönchsfische schimmern in leuchtendem Kobaltblau und wirken sehr exotisch. Schauen Sie die Fische ruhig aus der Nähe an, denn sie schwimmen nicht weit weg.
Nähern Sie sich der großen Höhle leise und langsam, denn dort versteckt sich ein Schwarm Zweibindenbrassen, begleitet von großen Exemplaren von Spitzbrassen – ein unvergesslicher Anblick erwartet Sie! Vor der Höhle liegen große, algenbewachsene Felsen verstreut auf dem Meeresgrund, an denen Goldstriemen gerne grasen, während Schwärme von Brandbrassen um sie herumschwimmen. Auch große Schwärme von Meeräschen, die immer in Bewegung sind, besuchen dieses Riff regelmäßig.
Unter den kleineren Fischen hier am Meeresgrund findet man auch den Augenfleck-Lippfisch, der ein Nest aus Algen baut, ähnlich einem Vogelnest! Wenn Sie eines entdecken, halten Sie etwas Abstand und warten Sie einen Moment. Der Fisch wird mit einem Algenstück im Maul auftauchen, denn er pflegt sein Nest ständig.
Unter den anderen Bewohnern können Sie vielleicht den Schriftbarsch mit seinem zebraähnlichen Streifenmuster entdecken, während der Meerjunker Ihnen oft folgen wird, weil er sehr neugierig ist.
Im Sand nahe dem Riff finden Sie die große Mittelmeer-Zylinderrose mit ihren langen, schokoladenbraunen Tentakeln sowie die Schraubensabelle, die kleinen Palmen mit auffälligen „Frisuren“ ähnelt.
Für Schnorchler mit guter Kondition
Wer etwas tiefer tauchen kann, entdeckt auf dem sandigen Meeresgrund vor der Landzunge noch eine weitere Spur der jüngeren Fischereigeschichte. Fischer machen die Position ihrer Stellnetze stets mit schwimmenden Markierungen kenntlich, wie etwa leeren Kanistern, und verwendeten oft alte Lkw-Reifen als Fender für ihre Fischerboote. Heute liegen diese Gegenstände im Sand vor dem Riff und dienen kleinen Fischen, aber auch dem Oktopus als Unterschlupf. Sein Versteck erkennen Sie an einem kleinen Steinhaufen, der mit Muschelschalen verziert ist.
Sicherheit geht vor
Erkunden Sie das Innere der Höhle nicht bei starkem Wellengang, da Sie sich dabei leicht den Rücken aufschürfen oder den Kopf stoßen könnten. Mit einer Unterwasserlampe erleben Sie Schnorcheln jedoch auf eine ganz neue Art.
Ihr Verhalten hat direkten Einfluss darauf, ob das Meer stärker verschmutzt oder besser geschützt wird. Genießen Sie das Meer und freuen Sie sich über jedes Lebewesen, denn solange das Meer gesund ist, sind auch wir gesund!

















